Erdanker Österreich / Referenzen

Erdanker in der Praxis

Die Beispiele zeigen, wie Planende Platipus-Systeme unter sehr unterschiedlichen Randbedingungen eingesetzt haben. Es sind internationale Fallstudien des Herstellers Platipus, keine von ATBM ausgeführten österreichischen Referenzprojekte. Lasten und Stückzahlen gelten jeweils nur für den beschriebenen Standort.

Projekt mit ATBM besprechen

A1-Autobahn, Polen: Böschung und Erosionsschutz

Bei der Erweiterung der A1 zwischen Majiejow und Piekary wurden neu profilierte Böschungen gegen Erosion gesichert. Laut Platipus-Fallbericht erreichten erste lokale Zugversuche mit S6-Ankern die projektspezifisch geforderte Haltekraft von 10 kN. Anschließend wurden Kokosmatten und Geotextil mit ARGS®-Systemen kombiniert und eine Hydrosaat eingebracht. Der Bericht nennt durchschnittlich etwa 130 gesetzte Anker pro Tag. Die Zahl beschreibt den dortigen Baustellenablauf und ist nicht als allgemeine Tagesleistung zu verstehen.

Platipus-Fallbericht ↗

Landesgartenschau Lahr: unsichtbare Baumverankerung

Für den Bürgerpark wurden laut Platipus rund 180 große Linden mit Plati-Mat® unterirdisch gesichert. Der Ansatz vermied sichtbare Holzpfähle im gestalteten Landschaftsraum. Für das Projekt kamen fast 540 Anker zum Einsatz; maschinelle Rammstangen erleichterten die Montage. Das Beispiel illustriert die Integration der Verankerung in eine Pflanzfläche. Baumart, Ballenabmessungen, Boden und Baumpflege bestimmen die Auslegung im jeweiligen Vorhaben.

Platipus-Fallbericht ↗

Penton Hook Marina, England: bewachsene Uferböschung

Eine steile Uferböschung in einem Yachthafen litt unter Stabilitäts- und Erosionsproblemen. Im Fallbericht wurde ein Netz mit ARGS®/PDEA®-Ankern kombiniert; jeder Anker wurde auf die geforderte Projektlast geprüft, anschließend wurde die Fläche wieder begrünt. Der Bericht beschreibt damit einen spezifischen Entwurf für Wellenschlag, Zugang und Vegetation an diesem Standort, nicht eine pauschale Ufersicherungslösung.

Platipus-Fallbericht ↗

Oldham, England: temporäre Baugrube

Bei einem Regenwasserrückhaltebecken mit einer geplanten Tiefe von etwa 14 m wurde temporär eine Böschung hergestellt. Laut Platipus wurde ein Schutzmatten-System mit PDEA®-Erdankern statt einer konventionellen Spundwandlösung eingesetzt. Das Beispiel zeigt, dass temporäre Bauzustände in der Lösungsfindung berücksichtigt werden können; es ersetzt keine Baugrubenbemessung für andere Boden- oder Wasserverhältnisse.

Platipus-Fallbericht ↗

Birmingham Health Innovation Campus: beengte Infrastruktur

Eine geplante Böschung lag zwischen Bahnstrecke und einem Umspannwerk. Im Platipus-Bericht wurden PDEA®-Anker in einer Top-down-Ausführung eingesetzt; B4- und S8-Systeme wurden dort bis 5,85 m eingebaut. Die Randbedingungen – Bahn, elektrische Anlage, Zugang und Oberflächengestaltung – machten eine projektspezifische Planung erforderlich. Die angegebene Tiefe ist kein Standardwert für andere Projekte.

Platipus-Fallbericht ↗

Weserbahnhof Bremen: große Bäume im öffentlichen Raum

Platipus beschreibt sieben große Sumpfeichen, die im Bereich des Weserbahnhofs unterirdisch gesichert wurden. Bei solchen Bäumen sind Ballengröße, Windbeanspruchung, Standort und Bauablauf entscheidend. Das Fallbeispiel zeigt eine landschaftsverträgliche Verankerung in einem öffentlichen Freiraum; die konkrete Systemkonfiguration muss für jeden Baum und Standort geplant werden.

Platipus-Fallbericht ↗

Mariscal Sucre, Quito: steile Zufahrtsböschung

Für steile Hänge entlang der Zufahrt zum Flughafen Quito wurde ein ARGS®-System mit mehreren Lagen Erosionsschutzmatten und Platipus PDEA®-Ankern eingesetzt. Platipus berichtet, dass der gesicherte Hang ein Erdbeben der Stärke 5,1 im Jahr 2014 überstand, während ungeschützte Bereiche Schäden aufwiesen.

Platipus-Fallbericht ↗

Brongain, Wales: Erosionsschutz am Flussufer

Im Rahmen eines Erosionsschutzprogramms sollten Matten auf rund 400 m² Uferfläche gesichert werden. Laut Fallbericht wurden dafür S2ARGS®-Anker mit gängigen Handgeräten eingebaut und verriegelt.

Platipus-Fallbericht ↗

TRIO Wohnbauprojekt, Brunei: Böschung mit begrenztem Zugang

Unterhalb eines bestehenden Hauses war ein etwa fünf Meter hoher Hang versagt. Der dokumentierte Entwurf verankerte lagenweise Geogitter im wieder aufgebauten Hang mit Platipus S4 ARGS®-Systemen und begrünt die Oberfläche.

Platipus-Fallbericht ↗

One Bangkok: 160 Bäume unterirdisch gesichert

Für einen Bauabschnitt des Stadtentwicklungsprojekts wurden laut Platipus 160 Bäume mit RF2RDMP-Deadman- und RF1RP-Eyebolt-Systemen sowie Plati-Mat® verankert. Das Beispiel zeigt die Integration von Baumverankerungen in einen gestalteten öffentlichen Freiraum.

Platipus-Fallbericht ↗

Katara Towers, Doha: Bäume auf Dachterrassen

Für die Dachgärten der Katara Towers wurden laut Platipus 140 Bäume unterschiedlicher Größe mit RF1RDMP-Deadman-Systemen und Plati-Mat® gesichert. Die Fallstudie beschreibt die Standortbedingungen exponierter Hotelbereiche am Golf.

Platipus-Fallbericht ↗

A57 Manchester Road: Hangrutschung mit Zugversuchen

Nach einer Hangrutschung auf einem rund 100 m langen Straßenabschnitt wurden laut Bericht Bodenanalyse und Vor-Ort-Zugversuche zur Systemauswahl herangezogen. Zusätzlich zu Erdankern kamen Plati-Drain®-Elemente zur Reduktion des Porenwasserdrucks zum Einsatz.

Platipus-Fallbericht ↗

Weitere Platipus-Projekte nach Anwendungsbereich finden Sie im deutschen Fallstudien-Archiv ↗ und im internationalen Case-Study-Portfolio ↗. Die Fallbeispiele stammen vom Hersteller und belegen keine Ausführung durch ATBM.

Häufige Fragen

Sind das Referenzen von ATBM?

Nein. Die gezeigten Fallstudien stammen von Platipus und fanden außerhalb Österreichs statt. Sie dienen als technische Projektbeispiele. ATBM kann lokale österreichische Projekte ergänzen, sobald verifizierte Referenzdaten und eine Freigabe zur Veröffentlichung vorliegen.

Kann ich die Lastwerte aus den Fallstudien übernehmen?

Nein. Prüflast, System und Einbautiefe gehören zu den jeweiligen Boden- und Projektbedingungen. Sie sind nicht auf andere Standorte übertragbar.

Technische Systeminformationen: Platipus Deutschland und Platipus Anchors. Referenzdetails und Projektdaten sind den verlinkten Fallberichten auf der Seite Referenzen zugeordnet.